Über Manfred Hofer


Manfred Hofer wurde am 17. April 1955 in Kärnten, Obervellach, geboren. Zusammen lebte er dort gemeinsam mit seinen Eltern und 6 Geschwistern. Es verschlug ihn jedoch nicht sofort in den Galopprennsport wie viele vermuten, sondern er begann zuerst eine Lehre als Goldschmied, die er auch erfolgreich beendete, den Job jedoch nie ausführte.
Jedoch in der gleichen Zeit begann sein etwas jüngerer Bruder Mario Hofer Rennpferde zu reiten und legte seine Amateurprüfung ab.

Als sich Mitte der 70er Jahre die ersten Erfolge einstellten, wurde Manfred neugierig, zudem animierte ihn sein Bruder Mario auch mal ein Rennpferd zu reiten.
Gesagt, getan.
Schnell infizierte sich auch Manfred mit dem bekannten Rennsportvirus, sein Ehrgeiz war gepackt! Er fing ebenfalls mit einer Jockeylehre in Wien an und war schnell erfolgreicher als sein Bruder.
1978 bekam er dann seine erstes Jobangebot in München, da einige Kenner auf ihn aufmerksam geworden sind. Schon bald wechselte er nach Köln. Über den Trainer Günther Rosenbusch und Heinz Jentzsch landete er dann bei Bruno Schütz, bei dem es auch 1982 zum ersten Championat reichte. Im gleichen Jahr war es auch Manfred, der als erster deutscher Jockey eine Einladung zum Japan Cup erhielt und diese auch annahm.
Erst wieder 1987 und 1988 reichte es zu zwei Championaten der deutschen Jockeys in Folge. 1990 und 1991 waren dann weitere Höhepunkte in seiner Karriere als Jockey, dabei war 1990 sein von der Gewinnsumme her erfolgreichste Jahr mit zahlreichen Gruppesiegen, darunter dreimal auf Gruppe 1 Parket. 1991 reichte es dann endlich zum 1000. Sieg, blieb aber ansonsten ohne große Erfolge und „Big Points“.
1995 war dann Schluss mit seinem Dasein als Jockey, vor allem gesundheitliche Probleme machten ihm zu schaffen.
Manfred beendete seine Karriere mit über 1200 Siege, darunter mehrer Gruppesiege, im Rennsattel.

Obwohl die Chance bestand, eine neue Karriere als Trainer zu beginnen, widmete sich Manfred dem Pferdehandel wie den Jahren zuvor auch schon. Schon 1996 gründete er das erste Turfsyndikat. Es folgten zahlreiche Blacktypepferde, alle von ihm sorgfältig ausgesucht, beurteilt und bewertet, ob auf dem Gestüt, den Auktionen oder im Rennstall. Ein weiterer Pluspunkt war dabei, dass Manfred die Pferde oft selber ausprobierte, sprich, sich in den Sattel schwang und im Training mit ritt. Den bisher größten Erfolg seiner Karriere sowohl als Besitzer als auch Vollblutagent erreichte er 1999 mit Belenus, der das Deutsche Derby in Hamburg-Horn in Rekordzeit gewann. Erst ein paar Wochen zuvor wechselte der Hengst in den Besitz des Turfsyndikats ´98.

Nach Belenus war aber lange noch nicht Schluss mit den großen Erfolgen, auch die Jahre darauf bewies Manfred immer wieder sein Auge und Gefühl für die richtigen Pferde. Pferde wie Simonas, Silvester Lady (2001), Peacful Love, Paita (2004), Flashing Numbers (2006), Peace Royal (2008), oder auch aktuelle Erfolge wie mit Magic Artist oder Chameur, die allesamt Gruppesieger oder –platziert sind.

Aber nicht nur sein Können als Vollblutagent stellte Manfred mehrfach unter Beweis, agierte er von 2010 bis 2013 als Trainer in Köln. Auch hier feierte er Erfolge mit Julie’s Love, Titurel und Munic Boy, sowohl als Agent, Besitzer und allem voran als Trainer.

Auch heute noch lebt Manfred mit seiner Familie in Köln und übt seinen Beruf mit Leib und Seele aus. Auch heute schwingt er sich noch in den Sattel der eigenen Pferde.


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